Wie soziale Netzwerke den Traffic im Internet verteilen
Das Marktforschungsunternehmen Hitwise hat in einem Webinar zur “Social Media Landscape” in den Vereinigten Staaten untersucht, wie soziale Netzwerke, vor allem Facebook und Twitter, der Traffic im Internet verteilen. Hauptaussage: Die beiden Netzwerke werden als Verteilerzentren immer wichtiger. Davon können auch die Medien immer stärker profitieren, sagte Hitwise-Analystin Heather Dougherty. “Die Medien lieben Twitter - aus gutem Grund”, sagte Dougherty. (Zur einer theoretischen Analyse, wie Nachrichten durch das Internet strömen, geht es hier)
Die Analyse der Seiten, die amerikanische Nutzer nach dem Besuch eines sozialen Netzwerkes aufsuchen, zeigt eine klaren und wachsenden Schwerpunkt auf Medienseiten: Abgesehen von anderen Social Media Seiten und Suchmaschinen werden anschließend vor allem Seiten aus den Sektoren Unterhaltung, Fernsehen und Print aufgesucht. Auch Kleinzeigen, vor allem Craigslist und die Ebay-Tochtergesellschaft Kijiji, profitieren von dem Nutzerstrom, der ihnen von den sozialen Netzwerken zugeführt wird.
Werden die Seiten betrachtet, die nach dem Besuch eines sozialen Netzwerkes aufgesucht werden, zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Facebook und MySpace. Während MySpace vor allem Musikseiten begünstigt, verteilt Facebook den Traffic viel breiter. Vor allem Ebay und Nachrichtenseiten (CNN, Yahoo News, Fox News, CBS) bekommen den Traffic.
Die Downstream-Analyse für Twitter zeigt - neben anderen sozialen Netzwerken - an erster Stelle Photografieseiten, was aber fast ausschließlich Twitpic bedeutet. Danach folgen Suchmaschinen, Unterhaltungsseiten, Email-Dienste, Blogs und auf den Rängen 9 und 10 schließlich Print- und Spieleseiten.
Auch für Twitter gilt: CNN ist mit Abstand die wichtigsten Medienstation nach dem Twitterbesuch. “Zwar sind etwa 90 Prozent der Besucher Wiederkehrer, aber immer rund ein Zehntel gelangt via Twitter zum ersten Mal auf eine Medienseite”, sagte Dougherty.
Wie wichtig die sozialen Netzwerke als Traffictreiber für die Medien schon geworden sind, zeigt auch die Analyse des “Upstream Traffic” also der Seiten, die zuvor besucht wurden. Zwar werden in diesen Zahlen nicht nur die direkten Links auf die Medieninhalte, sondern auch die davon unabhängigen Besuche erfasst, doch zeigt sich klar, dass Facebook der Website des Fernsehsenders CNN schon einen beachtlichen Teil des Traffics zuführt und damit die Abhängigkeit von Google mindert.
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Danke @HolgerSchmidt für den Artikel!

24% of Tweets are created by automated bots, not humans, according to a recent study. Meanwhile, it was found that 5% of Twitter accounts generate 75% of Tweets.


